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Zur Geschichte des Geschlechts
Blankenagel Mit zu den ältesten
Erwähnungen gehört Everhard Blankenagel, der im
Jahre 1550 in Wetter erst in der Schloßkapelle,
hernach Pastor, die Lutherische Religion einführte.
Er starb am 15.09.1558. Meines Erachtens bestehen hier
die engsten Blutsbindungen zu der Linie
Geitebrügge, so daß die
Wechselbeziehungen zu der Wetterschen Linie noch
aufgezeigt werden
müßten. Im Schatzbuch von 1486 ist der Name
Blankenagel nicht erwähnt. Es mag daran liegen,
daß die Bauern nur mit den Hofesnamen erschienen.
Vielleicht aber auch sind die Blankenagels von
auswärts (Soest ?) nach Hagen zugezogen. Der Hof Geitebrügge wird
1631 mit Tonnis (Anton) erwähnt (vor der
Geitebrüggen), der mit einem halben Reichstaler zur
Steuer herangezogen wird. Der Name Geitebrügge hat
zu den drolligsten Deutungen Anlass gegeben. Auf die
einfachste Lösung ist noch niemand gekommen: an
dieser Brücke wurde die im Haushalt damals selbst
hergestellte Leinwand begossen (Geiten). 1645 ist
Geitebrügge ein "Pfachthove, Düding und
Elberfelt (zwei ansässige Adelsgeschlechter)
zustendig, ist wüst, helt 1 1/2 Malderscheit Landes
, darab nur ein halb Malterscheit fruchtbar; gebe
Zehenden, keine Wiesche, ein Gartgen und ligt ufn Gut
Hanß von Heusen, welcher ein Stück
Kirchenlandes gepfachtet." Diese Annahme wird gestützt durch
die Namensgebung, da in unserer Heimat der Name des
Vaters meist auch dem Kinde gegeben wurde: Johann von
Heusen hat 1645 den Hof, der auf den Sohn Johann (Hans)
an der Geitebrügge übergeht, bei dem erst durch
Vergleiche in den Kirchenbüchern der Name
Blankenagel herausgefunden wurde. Auch dessen Sohn und
Enkel tragen den Namen Johann (Hans).
Der Hof Blankenagel in Herbeck
erscheint auch nicht in den Registern von 1486. Dagegen
wird im Mühlenregister der Hagener Mühle im
Jahre 1576 ein Herman Blanckernagell aus der Bauernschaft
Herbeck als Mahlpflichtiger genannt. Im Jahre 1623
verpfändet Jobst von Dudinck (Altenhagen) und
Elisabeth geb. Neuhof, Eheleute, für neunhundert
Goldgulden ihren Blanckenagel Hof in Herbeck an Anton
Freitagh von Laer zu Herbecke und dessen Ehefrau
Margareta von Ochsenbroch. Unterschrieben ist diese
Urkunde von dem Gerichtsschreiber Johannes zur Lage. Die
Verpfändung wurde vor 1645 wieder eingelöst.
1651 hat die Familie Stael von Holstein einen Anteil des
Hofes erworben. Der andere Teil blieb den Nachfolgern der
Familie Dudinck, den Herrn von Cortenbach in Altenhagen.
Der Staelsche Anteil kam nach mancherlei Wechsel an die
Familie von Hövel auf Haus Herbeck, der
Cortenbachsche Anteil kam über die von Romberg auf
Brüninghausen 1810 in Hövelschen
Besitz. Über die Verhältnisse
berichtet uns auch der schon erwähnte Steuerstreit.
1631 war Blanckenagel mit 3 1/4 Thalern der
größte Steuerzahler in Herbeck. 1645 ist es
"ein wüstes Juncker Stael und Düding
zuständiges Pfachtguth, darab das Haus und Geben
verbrannt, und das Land Junckeren Stael von Herren
Drosten und Richtern vor 18 Rtlr. Schatz zu gebrauchen
verwilligt; wie viel Landes darzu gehörig,
wißen die Nachparen nicht." 1651 wird der Hof an
Herman Braß verpachtet, der vielleicht der Sitte
unserer Landschaft gemäß den Hofesnamen annahm
und damit der Stammherr der Herbecker Blankenagels sein
könnte.
Angeregt
durch die Spaziergänger, die sonntags durch den
Fleyer Wald Richtung Loxbaum lustwandelten, kam Frau
Humpert, Karoline Henriette Friederike geb. Blankenagel
auf den Gedanken, Tische und Bänke auf der Wiese vor
dem Haus aufstellen zu lassen und Milch an die durstigen
Spaziergänger auszuschenken. Als sich das
Geschäft gut anließ, wurden Waffeln gebacken
und zu Milch und Kaffee
angeboten. Durch das
Gelingen dieses Versuches angespornt und auf den Wunsch
einiger Gäste errichtete man zwei Tennisplätze
(Lawn-Tennis-Plätze), ein Scheibenstand und eine
Pferdebahn für sportlich
Interessierte. 1886 wurde
ein regulärer Wirtschaftsbetrieb eröffnet und
ein großer Saal mit Bühne für
Veranstaltungen jeder Art gebaut. Rings um das Gasthaus
entstanden bald Turn- und Spielplätze, die eine
große Anziehungskraft auf die Hagener Jugend
ausübte. Man spielte vorwiegend Tennis und
Schlagball. Im Herbst
1888 fand das erste Pferderennen in Hagen auf dem
Höing statt. Das Rennen fand so großen
Zuspruch, auch bei auswärtigen Sportfreunden,
daß im Frühjahr eine zweite Veranstaltung
arrangiert wurde, die an Besucherzahl die erste bei
weitem übertraf. Auch der wegen seiner Streiche
bekannte "tolle Reiter Bomberg" (selbst ein verwegener
Reiter) befand sich unter den
Gästen. An
schönen Sommertagen wurde das Lokal und der Garten
ein beliebtes Ausflugsziel der lufthungrigen Hagener
Bürger. Die
Gastwirtschaft gedieh und die Sportanlagen lohnten sich.
Es wurde das Haus an der Fleyerstrasse 123 mit einem
Restaurant im neuzeitlichem Stil mit Veranda und
Kegelbahn gebaut. Die Kriegseinwirkungen zerstörten
Veranda und Kegelbahn völlig, aber nach der
Währungsreform entschloß man sich, das gesamte
Lokal zu modernisieren und umzubauen. Ein reger Betrieb
begann von neuem - bis zum heutigen Tage unter dem Namen
: Quelle: mit freundlicher Unterstützung Stadtarchiv Hagen Der Hof Große Brenne in
Halden war ein Zeitpachtgut der lutherischen Kirche in
Dahl, wurde 1847 als Erbpachtgut erklärt und ging
für die Ablösungssumme von 1384 Talern in den
Besitz des Pächters über. 1705 ist Jacob Brenne Pächter des
Hofes, der mit 26 Malterscheid 171 Ruten Größe
angegeben wird. Der Hof ist ganz zehntbar, gibt an Pacht
an den Pastor zu Dahl und königlichen Zehnten 33
Rtlr. 45 St., gibt als stehende Rente 8 St. 9 & und
wird für die Kontribution mit 45 Reichstalern
angesetzt. Es ist noch nicht klar ersichtlich, ob
die Linie Soest zu den Linien Geitebrügge,
Herbeck, Halden oder anderen, noch unbekannten Linien
gehört. Da sowohl die Städte Soest als auch
Hagen an der Bundesstraße B 7 liegen, die einer
alten Handelslinie entspricht, liegt die Vermutung nahe,
dass auch hier eine grundsätzliche Verbindung
besteht. Dank der Forschung des Bergingenieurs und
Geologen Herbert Herzog, der mit Elisabeth Blankenagel
aus Büninghausen verheiratet war, liegen einige
Fakten vor, die ich hier nennen
möchte: In einem Glasfenster des Chors von St.
Patrokli in Soest befindet sich das
Blankenagelsche Wappen mit der Inschrift: "In honorem Dei
delit Albert von Blankenagel, Konsul 1633". Weitere
Urkunden, sowohl archivarische als auch Grabinschriften,
zeugen von einer honorigen Ahnenschaft. |